Anpassung Leistungskatalog oblig. Grundversicherung bei "Lipödem" Erkrankung
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Folgende Massnahmen sollen als Standardbehandlungen aufgenommen werden:
- Kostenübernahme der komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) wie ärztlich angeordnete manuelle Lymphdrainage (MLD), mindestens 1x wöchentlich und zeitlich unbeschränkt
- Aufnahme der geeigneten Operationen zur Absaugung der krankhaften Fettgewebes (z.B. Feinnadelvibrationslipektomie), durchgeführt von ausgebildeten Fachärzten.
Das "Lipödem" ist eine ernsthafte Erkrankungen von Frauen und meistens genetisch bedingt. Die krankhafte Fettverteilungsstörung (Unterhautfettvermehrung) betrifft die unteren und oberen Extremitäten. Die krankhaften Fettzellen dehnen sich immer weiter aus, was zu einer stetigen Gewichtszunahme und einer Entzündung der Zellen führt und diese verklebt. Es entsteht eine Störung der Mikrozirkulation was zu Ödemen führt. Das Lymphsystem wird beeinträchtigt und der Druck auf die Nervenenden löst dauerhafte Schmerzen aus. Alles verschlimmert sich durch längeres Sitzen, Stehen oder durch Wärme. Die Glieder sind bleischwer und aufgeschwollen. Ab einer gewissen Stufe ist Bewegung nur noch sehr begrenzt oder gar nicht mehr möglich. In der schwersten Stufe entwickeln sich schmerzende Hautlappen (Elefantenbeine).
Die Krankheit ist chronisch und fortschreitend. Sie kann mit den manuellen Therapien etwas gelindert, aber nicht geheilt werden. Diäten sowie Sport und Bewegung können das Lipödemgewebe nicht beeinflussen oder beseitigen. Nur das dauerhafte, vollständige Entfernen des krankhaften Gewebes bringt dauerhafte Besserung oder sogar Heilung.
Obwohl es sich um eine ernsthafte und bekannte Krankheit handelt, werden die notwendigen Therapien von den Krankenkassen nicht, oder nur teilweise, übernommen. Der Grund: der Leistungskatalog wurde nie an die - in den letzten Jahren gemachten neuen Erkenntnissen - angepasst.
Nebst den erwähnten Beeinträchtigung folgen zusätzliche Folgeerkrankungen wie Venenleiden, Haltungsschäden und jene, die auch durch normales Übergewicht (Adipositas) ausgelöst werden. Das bringt enorme Folgekosten mit sich, die von der Krankenkasse heute bereits übernommen werden müssen. Dem könnte man mit den richtigen Behandlungsmethoden (Entfernung des krankhaften Gewebes) vorbeugen.
In Deutschland wird zur Zeit eine Aufnahme der Liposuktion von der zuständigen politischen Behörde geprüft. In der Schweiz sind wir leider noch nicht soweit. Das wollen wir ändern.
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