Aris Seirinidis ist ein bekannter linker Aktivist in Athen. Nun soll er offenbar in einem politischen Prozess mundtot gemacht werden.
Aris ist gegenwärtig von einem Propaganda-Prozess wegen 17-fachem Mordversuch bedroht. Die einzigen beiden Beweise: Zum einen eine Maske, die angeblich in der Nähe des Tatorts gefunden wurden und die die DNA von Aris enthalten soll (der angebliche Fundort ist das alternative Viertel Exarchia in Athen, wo nach Demonstrationen solche Masken zu hunderten herum liegen). Und zum anderen die Aussage eines dubiosen Zeugen, der angeblich in einem Haus lebt, das nachweisbar seit 1988 nicht mehr bewohnt ist und den nun selbst die Staatsanwaltschaft nicht mehr auffinden kann oder will.
Eigentlich müsste ein Verfahren mit solchen "Beweisen" sofort eingestellt werden - doch Aris musste bereits 10 Monate in U-Haft sitzen. Während der Zeit der Haft starb auch der Vater von Aris, der sich im Solidaritätskomitee für seinen Sohn engagiert hatte, an einem Herzinfarkt, offenbar, weil er die Strapazen nicht mehr ertrug.
In Griechenland haben sich bereits sehr viele fortschrittliche Persönlichkeiten, Gewerkschaften und Organisationen für Aris eingesetzt. Unter ihnen auch Manolis Glezos, der selbst im Prozess für Aris sprechen wird. Manolis Glezos ist eine legendäre Figur der griechischen Geschichte, der 1941 im von den Nazis besetzten Athen die Hakenkreuzfahne von der Akropolis gerissen hatte.
Wir, die Unterzeichneten, fordern ein Ende des skandalösen Verfahrens gegen Aris Seirinidis und seine sofortige Freilassung!