Wir sind eine Gruppe von Züchtern, die sich für die Übernahme der Ahnen von Hunden - die nicht nach VDH-Regeln gezüchtet wurden und in diverse Sonderregister, bei den dem VDH angehörenden Rassezuchtvereinen eingetragen werden, einsetzen möchte. Diese Vorgehensweise betrifft nicht nur eine spezielle Rasse, sondern wird generell bei den meisten Rassen so gehandhabt.
In der Regel sieht das so aus: Die Ahnentafel muss vor der Registrierung des nicht nach VDH-Regeln gezüchteten Hundes abgegeben werden und zurück bekommt man ein „Blatt,“ auf dem nur der Name des Hundes, – ohne Zwingernamen – und eine Sonderregisternummer steht. Auch die Chipnummer, die zur Identifizierung des Hundes in vielen Bereichen (Zuchtzulassung, Röntgen, Blutuntersuchungen usw.) dient, wird nicht eingetragen. Genauso fehlen auch sämtliche Angaben über Farbe, Größe und entsprechende Gesundheitsuntersuchungen bzw. deren Ergebnisse der Ahnen.
Nun wirbt aber der VDH bei jeder Gelegenheit damit, dass er sehr viel Wert auf eine kontrollierte und verantwortungsvolle Zucht legt. Zitat: Die entsprechenden Richtlinien legen den höchsten Stellenwert auf Gesundheit und Tierschutz.
Gerade hierzu stellt sich uns die Frage: wie kann das gehen?
1. Wie kann man ein Tier identifizieren, wenn die Chipnummer fehlt?
2. Wie kann man bei nicht mehr Vorhandensein von Untersuchungsergebnissen der Vorfahren eine, im gesundheitlichen Sinne, verantwortungsvolle Partnerwahl für seine Zuchthunde gewährleisten?
3. Wie kann man bei nicht mehr vorhandenen Ahnen überhaupt eine verantwortungsvolle Partnerwahl für seine Zuchttiere gewährleisten? – Man läuft ja ständig Gefahr eine Inzuchtverpaarung zu machen, die sicher nicht im Sinne der einzelnen Rassen und schon gar nicht im Sinne des Tierschutzes ist.
4. Auch ein Fehlen der Größenangabe kann bei einigen Rassen, die in verschiedenen Größen gezüchtet werden, sicherlich zu Schwierigkeiten bei z.B. der Geburt führen. Ist das dann im Sinne der Gesundheit und des Tierschutzes?
5. Wie kann man ohne Farbangaben eine Gewähr für Farbreinheit geben? Sicherlich trifft dieser Punkt nur für Rassen zu, die in verschiedenen Farben gezüchtet werden, bei denen auch eine Farbmischverpaarung mit einigen anderen Farben aber eben nicht mir allen gestattet ist. Aber gerade für diese Rassen ist die Angabe der Ahnen und deren Farben wichtig.
Von all den o.g. Punkten einmal abgesehen, stehen wir auf dem Standpunkt das die Registrierung von Hunden - die nicht nach VDH-Richtlinien gezüchtet wurden -– ohne Ahnen eine Diskriminierung darstellt, weil es gerade die Züchter/Halter dieser Hunde viel schwerer haben eine verantwortungsvolle Zucht im Sinne der Gesundheit und des Tierschutzes zu gewährleisten. Außerdem liegt auch eine Diskriminierung im finanziellen Bereich vor. Für jede Registrierung eines „Nicht-VDH-Hundes“ muss der Züchter/Halter bezahlen. Ein Hund der im VDH gezüchtet wurde und nur von Verein A zu Verein B wechselt, wird kostenlos aufgenommen. Wenn man als Züchter Ahnentafeln für seine Welpen beantragt sind diese kostenpflichtig, kein Problem, bezahlen wir Züchter ja gern. – Warum kosten aber Ahnentafeln ohne Ahnen das gleich Geld wie welche in denen alle Ahnen stehen?
Eine weitere Diskriminierung ist die Tatsache, dass durch die "leere" Ahnentafel die Glaubwürdigkeit seriöser Züchter in Frage gestellt wird. Die Züchter müssen - da die meisten Welpeninteressenten Laien sind und deshalb den Sinn oder Unsinn hinter dieser Handhabung nicht verstehen - jede Menge Aufklärungsarbeit leisten, um trotzdem die Wichtigkeit der VDH-Zucht verständlich zu machen und dem Welpeninteressenten zu erklären das er keinen "minderwertigen" Welpen erwirbt.
Nur aufgrund seiner Monopolstellung in Deutschland ist es dem VDH bisher möglich, diese Vorgehensweise als die einzig Richtige hinzustellen.
Wir möchten nun den VDH auffordern, seine bisherige Vorgehensweise zu überdenken und alle Hunde, die eine Ahnentafel haben, auch wenn diese von einem Verein stammt, der nicht dem VDH angeschlossen ist, auch mit den Ahnen zu registrieren und nicht seine Monopolstellung weiterhin dazu zu nutzen, diese Hunde und ihre Halter/Züchter zu diskriminieren.
Wir möchten jeden, der mit der Vorgehensweise des VDH nicht einverstanden ist bitten, diese Petition zu unterschreiben.