Helft Marina und Sofia

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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir verfassen diese Petition für unsere Freundin und Bekannte Marina E.

Wir sind eine Gruppe von Frauen, die alle im August 2012 ein Baby bekommen haben. Marina schloss sich uns an, als sie gerade frisch schwanger war. Zu dem Zeitpunkt lebte sie noch in Italien. Zu Anfang war Marina recht verschlossen, im Laufe ihrer Schwangerschaft öffnete sie sich uns jedoch immer mehr. Sie erzählte, wie jede von uns, von ihrem Alltag und ihrer Schwangerschaft. Leider war ihr Alltag aber nicht so wie der von uns.

Als das Erdbeben im Sommer 2012 in Italien wütete, meldete Marina sich nicht mehr. Wir machten uns Sorgen um sie. Nach einigen Tagen lasen wir dann endlich wieder von ihr. Es ging ihr gut, sie war gesund, aber nicht ganz unbeschadet. Sie erzählte uns erst später, dass ihr Lebensgefährte fluchtartig das Haus verließ, als die Erde bebte. Und seine schwangere Freundin, die durch ihren Babybauch nur mühsam aufstehen konnte, mitten in der Nacht im Bett zurück ließ.

Marina wurde zunehmend unglücklicher in ihrer Beziehung zu dem Kindsvater. Sie hoffte, dass sich die Beziehung nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Sofia wieder stabilisieren würde. Leider traf das Gegenteil ein. Ihr Lebensgefährte kümmerte sich nicht um Sofia, empfand sie als störend, ignorierte sie, wurde böse und ausfallend, wenn das Neugeborene schrie. Einmal schrieb Marina uns, dass er auf die kranke Sofia aufpassen sollte, während Marina ihm Abendessen kochte. Er saß auf dem Sofa, das wenige Wochen alte Baby lag neben ihm. Plötzlich fing sie zu weinen an und konnte sich nicht beruhigen. Als Marina daraufhin ins Wohnzimmer kam, saß ihr Lebensgefährte noch immer auf dem Sofa. Sofia lag neben ihm. Sie hatte sich erbrochen. Er sah nicht ein, den schreienden Säugling hochzunehmen und lies sie in ihrem Erbrochenen liegen. Empfand sie als widerlich.

Wir bekamen immer wieder solche Geschichten zu lesen. Er erzählte ihr Geschichten davon, dass Frauen, die ihre Männer verließen, sehr häufig tot aufgefunden wurden. Kontrollierte sie ständig, wenn er nicht Zuhause war auch durch Dritte. Im „Kampf“ gegen die Nachbarn oder störende Tiere, schreckte er auch nicht vor Waffengebrauch zurück. Marina hatte jeden Tag Angst, vor dem Moment, wenn er von der Arbeit kam. Die Wohnsituation und ihre Beziehung wurden unerträglich für sie.

Im November 2012 besuchte Marina ihre Patentante in Bremen. Zwei von uns haben sie dabei persönlich kennengelernt. Sie sah elendig aus. Hatte stark abgenommen, wirkte gehetzt. Bei einem zweiten Treffen, eine Woche später, war sie viel entspannter. Sie lachte viel, machte Scherze. Auch Sofia ging es besser. Sie blühte richtig auf, wurde ein kleiner Sonnenschein, ein Strahlekind.

Als Marina ihren Besuch in Bremen beendete und nach Italien zurückkehrte verschlimmerte sich die Situation drastisch. Ihr Lebensgefährte erklärte ihr, dass er sie nicht mehr unterstützen würde. Sie solle zusehen, wie sie klarkäme. Für Sofia käme er zwar auf, aber sie könne „auf einem Stück Holz lutschen“, es sei ihm egal.

Kurz um den Jahreswechsel verließ Marina Italien erneut. Dem Rat ihrer Anwältin folgend, erzählte sie ihrem Partner nicht, dass sie sich trennt, sondern sagte ihm, sie müsse zu ihrem schwer kranken Patenonkel nach Deutschland. Sie kam bei ihrem Onkel und seiner Frau unter, telefonierte wöchentlich über Skype mit ihrem Ex-Partner, damit er Sofia sehen konnte. Als Marina ihm erklärte, dass sie nicht zurück kommt, schrie er sie an und sagte ihr, sie sei ihm egal und Sofia auch, er wolle mit Beiden nichts mehr zu tun haben. Doch Marina sagte ihm, dass er sie besuchen dürfe, wenn er ihr Sofias deutschen Pass mitbringt, den er unter Verschluss hielt.

Marina zog zum 01.03. in ihre eigene Wohnung. Da sie alles in Italien zurückgelassen hat und vor dem nichts stand, besteht ihre komplette Wohnung aus Spenden. Alle Spielzeuge, sämtliche Kleidungsstücke von ihr und Sofia, sind Spenden, die Marina von uns, aus der Kirchengemeinde oder wildfremden Leuten bekommen hat.

Doch dann wendete sich das Blatt. Ihr Ex-Partner erstattete Anzeige wegen Kindesentführung, will das alleinige Sorgerecht für Sofia. Marina fiel aus allen Wolken. Aus der Traum von einem ruhigen Leben mit ihrer geliebten Tochter.

Marina hoffte, dass sich das alles klären würde, dass sie Sofia nicht hergeben muss, dass sie hier in Deutschland bleiben kann. Nahm sich Anwälte, für die sie eigentlich kein Geld hat, lebt sie doch am Existenzminimum. Am Montag den 29.04. war dann in Bremen die Gerichtsverhandlung über die Herausgabe von Sofia. Marina darf Sofia zwar behalten, muss aber nach Italien zurück kehren. Sie muss in das Haus ziehen, in dem sie die letzten Monate so viel Schlechtes erlebt hat. Muss von dem Mann leben, der sie und ihre Tochter eigentlich nicht haben will. Dort soll der Prozess zu Ende geführt werden. Aber wie lange dauert das? Wie lange muss sie dort bleiben?

Für Marina bricht eine Welt zusammen. Wir alle können nicht verstehen, wie sowas passieren kann. Selbst die Mitarbeiterin des Jugendamtes reagierte vollkommen überrascht und versteht nicht, wie es zu diesem Urteil kam. Denn es ist alles andere als im Sinne des Kindes. Marina muss nun zum 15.06. nach Italien zurück. Sie hat Angst, dass ihr ehemaliger Lebensgefährte ihr Sofia wegnimmt und ihr selbst etwas antut. Wenn sie aber nicht geht, droht ihr eine Gefängnisstrafe und Sofia wird ihr weggenommen.

Wie kann es sein, dass eine Frau, die nicht zurück will, die nur ein schönes Leben mit ihrem Kind möchte, auf diese Weise gedrängt, ja gezwungen wird, Deutschland zu verlassen? Und das als Deutsche? Sie wird als alleinerziehende, mit einer anderen Nationalität in Italien keine Arbeit finden, keine Wohnung. Sie ist gezwungen bei jemandem zu leben, den sie verabscheut, der ihr schlechtes will.

Die zwei von uns, die Marina im November kennen lernen durften, waren am Montag bei ihr, hüteten Sofia während des Prozesses. Marina ist ein Wrack. Sie hat noch mehr abgenommen, hat keine Reserven mehr. Ist mit den Nerven am Ende.

Bitte helfen Sie Marina! Bitte helfen Sie ihr, ihrer Tochter eine schöne Zukunft bieten zu können. Bitte helfen Sie ihr, ein ruhiges und angstfreies Leben zu führen.

Bitte!

 

 

Lisa Katrin Tafel

Nina Fechner

Susann Häusler

Nicole Steppan

Kathrin Dilkaute

Sabrina Behlert

Jennifer Johannsen

Sandra Standen

Elena Stürmer

Stefanie Carstens

Janine Voigtländer

Christoph Voigtländer

Sandra Feierabend

Madelaine Keßler

Kathrin Axen

Natascha Hamann

Nicole Determann

Denise Diekers

Stefanie Eilers

Joana Janzen

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