Die Stadt Weimar verdankt ihren internationalen Ruf den zahlreichen, hier ansässigen
Kultur- und Kunsteinrichtungen und den an ihnen tätigen und studierenden
Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland. Zugleich sind diese Institutionen
ein Anziehungspunkt für jährlich hunderttausende Touristen, Tagungsteilnehmer,
Wissenschaftler, Künstler und Studenten.
Die Politik der Deutschen Bahn, Weimar vom ICE-Streckennetz nahezu abzukoppeln,
schränkt die Attraktivität der Kulturstadt enorm ein und trifft verkehrstechnisch ihren
zentralen Lebensnerv, mit ideell und materiell negativen Folgen für den Standort Weimar
und seine Unternehmen.
Mit dem Fahrplanwechsel wird die Zahl der Fernverkehrshalte pro Tag in Weimar von 77
auf 42 reduziert. Die Zahl der ICE-Halte fällt von 49 auf 11, die der IC-Halte steigt leicht
von 28 auf 31. Auf den Strecken nach Frankfurt/Main, Leipzig und Berlin werden
Direktverbindungen deutlich reduziert. Mit der Ausdünnung des Zugtakts geht schließlich
noch eine Verlängerung der Fahrzeiten einher. Haben die ICE- und IC-Züge
beispielsweise für die 90 km lange Strecke nach Leipzig bislang 51 bis 53 Minuten
benötigt, verlängert sich die Fahrzeit (durch Zwischenhalte und eine offensichtlich
großzügigere Zeitplanung) der IC-Züge auf 61 bis 82 Minuten. Hinzu kommen bei den
nicht durchgängigen Verbindungen Verlängerungen durch die nötigen Umstiege.
Die Zugeständnisse des Bahnvorstandes Ulrich Homburg stellen uns nicht zufrieden: Erst
mit dem Fahrplanwechsel 2011/12 will man versuchen, wieder einige Halte mehr zu
schaffen. Das ist zu spät und zu vage.
Wir unterstützen die Forderungen der Stadt Weimar:
- stündliche Fernverkehrshalte in Weimar (ICE und IC)
- regelmäßige Direktanbindung an den internationalen
- Flugverkehr nach Berlin, Köln und Frankfurt
- Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung