Sehr geehrte Bundesministerin Aigner,
Der erste Abschnitt des dt. Tierschutzgesetzes § 1
regelt gesetzlich aus der Verantwortung des Menschen das Tier als Mitgeschöpf, dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
Aus diesem Grund haben fast alle Hundevereine Deutschlands die Zucht mit Tieren unter 2 kg Gewicht in ihren Satzungen untersagt. Die vereinsgebundenen Züchter der Rassen können keine Zuchttauglichkeit dieser Tiere erlangen. Anders der „private Hobbyzüchter“, der diese Vorschriften wohlweislich - und zweckgerichtet - umgeht. Zwerghunden wird ihre an sich schon geringe „Größe“ derzeit zum fatalen Verhängnis.
Ich erbitte heute im Namen vieler mit unterzeichnender Menschen, sich für den Schutz der Klein – und Kleinsthunderassen einzusetzen und gleichzeitig die so genannte Minizucht, Teacup-Zucht und damit Qualzuchten gesetzlich zu unterbinden. Eine unglaubliche Fülle so genannter
„Mini – Teacup“ Zwerghunde, besonders der Rasse Chihuahua, (aber auch der dt. Pinscher und weitere Klein – und Kleinstrassen) wird gegenwärtig auf Kosten der Gesundheit und des Lebens der bedauernswerten Tiere regelrecht „produziert“. Den „ Mini – Chihuahua“ als Rasse beispielsweise gibt es überhaupt nicht, wie viele Vermehrer der genannten Rassen des „schnellen Geldes“ wegen den Hundkäufern glauben machen wollen.
Diese so genannten „Minis bzw. Teacups “ leiden unglaubliche Qualen bei der Geburt ihrer Nachkommen, welche wiederum häufig mit Erbschäden wie Wasserköpfen, offenen Fontanellen, neurologische Ausfällen und Gelenkschäden durch immer wahnwitziger werdende extreme Verzwergungserscheinungen in Folge geboren werden. Horrende Preise –statt einer Schutzgebühr - werden für oft kranke Tiere verlangt, die ein „normales Hundeleben“ aufgrund ihrer Zartheit, Kleinheit, Verletzlichkeit kaum führen können und häufig eine geringere Lebenserwartung, als ihre normalgewichtigen Artgenossen haben. Allein die häufigen Unterzuckerung dieser Mini-Extremzüchtungen sowie die oft nicht vollständig ausgebildeten Organe /Organversagen in diesen Körperchen schaffen diesen Tierchen großes Leid.
Der i.d. Regel gesunde Hund mit 2 - 3 kg Ursprungsgewicht wird mittlerweile bereits als „Riese“ der Rasse gewertet. Das widerspricht allem gesunden Menschenverstand. Verpaarungen mit Tieren, die zwischen 1000 und 1500 gr wiegen, sind immer häufiger zu beobachten. Dies ist etwa das gesunde WELPEN-ABGABE -GEWICHT mit Welpen von 12 -15 Lebenswochen aus korrekten Verpaarungen. Grund: finanzielle Vorteilnahme durch unseriöse Vermehrung des Tieres an sich .Bitte helfen Sie, diesen Wahnsinn zu stoppen, das ist Tierquälerei und findet in Deutschland bedauernswerterweise immer mehr Anhänger. Die gezielten, bewussten „Mini-Züchtungen“ mit viel zu kleinen Tieren um des finanziellen Gewinnes wegen sind das eigentliche Problem, nicht die Tatsache, dass hin und wieder ein kleiner Welpe aus einer normalgewichtigen Verpaarung fällt.
Wir bitten Sie, die 2 kg MINDESTGRENZE für die HUNDEZUCHT (und den leider aus dem Ausland vermehrt auftretenden HUNDEHANDEL mit diesen Tieren) im dt. Tierschutzgesetz und der deutschen Hundeschutzverordnung zu verankern, um des Schutzes schutzbedürftiger Tiere willen! Ich bin sicher, hier wirken auch gern unsere deutschen Vereine - ob in freier Trägerschaft oder VDH , gemeinsam gern mit - ebenso wie jeder Züchter,
dem die Rasse und deren gesunder Fortbestand am Herzen liegt! Die Kleinstrassen der Hunde haben ein Leben als „Accessoire“ nicht verdient.
Chihuahua Züchterin / Zuchtwartin
und Chihuahuafreunde
aus Sorge um die Rassen der Kleinsthunde