Völkner plant den Bau zweier Ställe für insgesamt 80.000 Hühner. Wir möchten dies verhindern!
Leider versuchen die Medien und die Industrie immer noch, uns glauben zu lassen, Fleisch sei gesund und die Tiere hätten ein schönes Leben auf wunderschönen, grünen Wiesen. Es ist besonders auffällig, wie Wirklichkeit und Werbung bzw. Produktgestaltung voneinander abweichen, wenn wir uns mehrere Waren und damit zusammenhängende Hintergründe etwas genauer ansehen.
Was die Wenigsten wissen, die Wahrheit sieht so aus: Das Leben auf Bauernhöfen ist nicht mehr das, was es einmal war. Die grünen Weiden und idyllischen Szenen, die in Kinderbüchern dargestellt werden, sind fensterlosen Metallhallen, Drahtkäfigen und anderen Vorrichtungen, die verwendet werden, um Tiere in der Massentierhaltung auf engstem Raum einzupferchen, gewichen. 50 Prozent der für die Eier-Produktion gezüchteten Küken sind männlich - ungeachtet ihrer Fähigkeit, Schmerz, Freude und Leid zu empfinden, werden alle männlichen Hühner kurz nach dem Schlüpfen von den weiblichen getrennt und bei lebendigem Leib in den Homogenisator (eine Art Schredder, in dem die männlichen Küken lebendig zerfetzt werden) geworfen oder vergast – nur, weil sie für die Industrie wertlos sind. Dies gilt auch für Bio-Eier. Aus den toten Küken wird dann Tierfutter, das an Pelztierfarmen oder Geflügelmastanstalten verkauft wird.
Macht euch folgendes klar: Massentierhaltung ist mit artgerechter Tierhaltung nicht vereinbar. Durch die Massentierhaltung konnte zwar die 'Produktivität' gesteigert werden: die hohen Produktionsmengen führen zu sinkenden Kosten für den Erzeuger und sinkenden Preisen für den Verbraucher. Doch für die Tiere bedeutet diese Art der Haltung unvorstellbare Qualen! Der Großteil der Millionen, ja Milliarden Tiere sieht niemals den Tageshimmel oder eine Wiese.
Die Haltung vieler Tiere in kleinem Raumführt zu großem Stressverhalten. Bedingt durch eine reizarme Umwelt kommt es häufig zu Verhaltensstörungen. Hühner verletzen sich durch gegenseitiges Anpicken. Durch die Haltung vieler Tiere auf engen Raum ist auch die Gefahr der starken Verbreitung von Krankheiten erhöht.
Die Tierindustrie verursacht rund 18% der Treibhausgas-Emissionen weltweit und ist damit vor dem Transportsektor größter Emmissionsfaktor. Die im Verdauungstrakt entstehenden Methangase entsprechen 37 % der gesamten Methanemissionen. Die Stickstoffemissionen der "Veredelungs"-Landwirtschaft (Futteranbau, Tiermast etc.) tragen ebenfalls zur Versauerung der Waldböden bei.
Wer Fleisch isst trägt nicht nur dazu bei, dass die Tiere ein furchtbares Leben in der Massentierhaltung ertragen müssen, sonder auch, dass kostbare Ressourcen verschwendet und unsere Umwelt zerstört wird. Laut UN-Welternährungsorganisation ist die Herstellung tierischer Produkte einer der Hauptverursacher der schlimmsten Umweltprobleme unserer Zeit.
Auch für den Welthunger ist teilweise unsere auf Fleisch basierende Ernährung verantwortlich. Denn Land, Wasser und andere Ressourcen, die für den Anbau von Nahrungsmitteln für den Menschen eingesetzt werden könnten, werden stattdessen für den Anbau von Futtermitteln für sog. "Nutz"-tiere verschwendet. Nach dem jüngsten Bericht der Compassion in World Farming, wird "Getreide, das dazu genutzt werden könnte, die Hungernden zu ernähren, stattdessen dazu verwendet, Tiere für Nahrung zu mästen. Man benötigt bis zu 16 kg Getreide, um nur 1 kg Fleisch zu produzieren."
(Industrielle) Massentierhaltung ist hier unerwünscht!