1. Die Erstellung von Windkraftanlagen mit bis zu 160 m Höhe ist mit der Wohn und Erholungsqualität und den touristischen Zielen des Heidilandes nicht vereinbar. Trotzdem plant man zwischen Haldenstein und Fläsch acht Windkraftanlagen. Im Südtirol hat man aufgrund der negativen Erfahrungen entschieden, «windkraftfrei» zu bleiben. Die bereits erstellten Anlagen sind innert fünf Jahren abzubrechen. Es ist erstaunlich, dass die Bündner Regierung als Vertreterin der wichtigsten Tourismusregion der Schweiz sich nicht schon lange in gleichem Sinne geäussert hat und nach wie vor mit Pilotprojekten liebäugelt.
2. Windkraftwerke sind je nach Standort und Ausgestaltung mit zahlreichen Nachteilen verbunden. Zu erwähnen sind die negativen Auswirkungen auf die Immobilienpreise, Lärmemissionen, Eiswurf (sofern die Rotoren nicht geheizt werden), Schattenwurf, Vogelzüge u.a.m. Diese negativen Punkte können mit einem grossen Abstand der Windkraftanlage von Wohngebäuden teilweise reduziert werden. Während in Deutschland ein Abstand von 1500 m und mehr durchgesetzt wird, ignoriert man bei uns diese Abstandsvorschriften.
3. Windkraftanlagen im Bündner Rheintal sind unwirtschaftlich. Ihr Beitrag zur Energieversorgung ist unbedeutend. Nur dank Einspeisevergütungen, die je Anlage mehrere Hunderttausend Franken pro Jahr über den Marktpreisen liegen, sind sie überhaupt finanzierbar. Aufgrund des unregelmässigen Windanfalles müssen zusätzliche Kraftwerke gebaut werden, die bereitstehen, um die nötige Ausgleichsenergie zu liefern. Dieser «Pikettdienst» kostet ebenfalls viel Geld. Für unsere Bevölkerung sind diese zusätzlichen Belastungen nicht zumutbar.
Mit Ihrer Unterschrift Unterstützen auch Sie die Petition...