Planung der 3LAND-Stadt – es soll ein Ort für Alle statt für Wenige entstehen!
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Am 27. September hat in Kleinhüningen eine Informationsveranstaltung vom BVD zur „Hafen- und Stadtentwicklung im 3Land" stattgefunden. Auch wenn an dieser Veranstaltung nicht nur konstruktiv diskutiert wurde, ist doch eines klar geworden: Die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers sorgen sich um den speziellen Charakter von Kleinhüningen und den (noch) preiswerten Wohnraum und sie wollen keine gigantischen Bauten und keine Satellistenstadt auf der Klybeckinsel.
Auch wenn der Begriff „Rheinhattan" und das dazugehörige Bild eine „Vision" sein soll, wie seitens des BVD immer wieder betont wird, ist es doch fest in den Köpfen der Bevölkerung verankert. Sieht man sich in der Entwicklungsstudie vom Büro MVRDV, Cabane, Josephy den darin publizierten Masterplan an (S. 28) fällt auf, dass die ganze Klybeckinsel sowie ein gutes Stück Rheinufer (von der Wiese bis südlich an die Insel anstossend) Baugebiet sein soll. Hier soll Wohnraum für ca. 3‘500 Personen entstehen! Man stelle sich vor: Dreimal soviel Einwohnerinnen und Einwohner wie Bettingen auf einer Insel!
Die SP Horburg-Kleinhüningen wehrt sich nicht dagegen – wenn dieses Hafengebiet denn wirklich frei werden sollte – dort neuen Wohnraum zu schaffen. Wir wehren uns aber dagegen, vor unseren Türen eine Satellistenstadt zu erhalten, die völlig losgelöst von unserem Quartier und der restlichen Stadt existieren wird. Auch wenn eine „durchmischte Nutzung" vorgesehen ist, wer soll sich zwischen Wohnblocks und schmalen Rheinuferwegen dort aufhalten, wenn er/sie nicht dort wohnt?
Wir haben nicht viele solche freiwerdenden Flächen, deshalb ist es umso wichtiger, diese so zu gestalten, dass möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner der ganzen Stadt diese dann auch nutzen können. Es kann nicht angehen, dass solch wertvolle freie Flächen wie diejenigen am Hafen praktisch ausschliesslich für gehobenen Wohnraum genutzt werden und die bereits ansässige Bevölkerung davon nichts hat. Dafür ist dieser Ort zu einmalig.
Dafür braucht es ein Mix aus Kultur, Freizeit, Bildung, Unterhaltung, das viele Kreise anspricht.
Nächstes Jahr wird ein Ausgabenbericht mit einem Projektierungskredit an den Grossen Rat gehen. Mit dieser Petition wollen wir erreichen, dass auch über andere Nutzungen auf der Klybeckinsel nachgedacht und diese ernsthaft geprüft werden. Wir gelangen deshalb an den Grossen Rat mit folgenden Forderungen:
Es soll sich nicht nur ein Büro Gedanken über die Nutzung machen, sondern mehrere Büros sollen gemeinsam Ideen ausarbeiten, miteinander besprechen um so zu einem Optimum von einem Resultat gelangen.
Der Grosse Rat soll sich rechtzeitig vor der Konkretisierung des Gebietes dafür einsetzen, dass auf der Klybeckinsel keine Satellitenstadt sondern ein Ort entsteht, der für die gesamte Bevölkerung unserer Stadt attraktiv ist. Dafür sehen wir folgende Möglichkeiten:
Konzerthalle (Ersatz des Stadtcasinos). Die Akustik im Stadtcasino ist zwar toll, das Konzerthaus stösst aber ansonsten seit langem an seine Grenzen. Ein Neubau wurde in einer Volksabstimmung abgelehnt, da er für diesen Standort als zu gross, zu wuchtig empfunden wurde. Auf der Klybeckinsel gelte dieses Problem nicht, diese Halle könnte eine Art Wahrzeichen für die Klybeckinsel (und Basel) werden. Eine Konzerthallte auf der Klybeckinsel würde dieses Gebiet enorm aufwerten, Besucherinnen und Besucher von weither anziehen und dadurch das Gebiet – vor allem abends - weiter beleben. Die Halle soll nicht von Herzog & De Meuron geplant werden!
Universitätsinstitut. Die Universität platzt aus allen Nähten. Ein Institut soll dort draussen angesiedelt werden. Das bringt junge Leute dort hinaus und belebt tagsüber dieses Gebiet.
Rheinschwimmbad. Ein Rheinschwimmbad an einem sich dafür eignenden Ort soll gestaltet werden inkl. Liegemöglichkeit und Restaurants usw.
Grünflächen: Trotz den vielen Wohnungen, soll es genügend Grünanlagen geben.
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