Sehr geehrter Minister Stöger! BITTE sparen Sie das AKH Wien NICHT kaputt!
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Sehr geehrter Herr Minister Stöger,
die Thematik meines Schreibens ist ja weitgehend bekannt,
ich fühle mich aber verpflichtet, auf Grund einer tiefen Dankbarkeit, die ich dem AKH-Chirurgen Prof. Alfred Kocher und dem gesamten Pflegepersonal der Abteilung E für Herzchirurgie im 20. Stock gegenüber empfinde, diese Zeilen an Sie zu richten, bzw. dies als Petition ins Netz zu stellen, um möglichst viele Menschen zu animieren, bei gleichem Empfinden diese auch zu unterfertigen und an Sie zu senden.
Kurze Chronologie meiner Erfahrungen:
Anfang März:
Mittels Zufallsbefund wurde im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern ein Aortenaneurysma diagnostiziert, das beachtliche Ausmaße hatte und absolut lebensbedrohend war. Vermittlung an Herrn Prof.Kocher (Gott sei Dank) der versprach, mich am 4. 4. im AKH aufzunehmen und dann bis spätestens 15. 4. zu operieren. Der Blutdruck wurde bis dahin radikal gesenkt und jegliche Anstrengung verboten.
7.4. Einrücken im AKH, warten bis ca. 15 Uhr beim Stützpunkt, dann wieder heim, weil kein Bett frei.
8.4. Aufnahme klappt, endlich ein Bett.
Operation wird für Mittwoch, bzw. spätestens Donnerstag angekündigt. Und hier habe ich das erste Mal die Verzweiflung dieser großartigen Ärzt(innen) erlebt und mußte
mitbekommen, daß im AKH (man stelle sich vor, dies ist die
größte Universiätsklinik in Österreich) anscheinend p e r m a- n e n t ein Mangel an Intensivbetten herrscht und ich finde es
unwürdig, daß diese Leute, die sowieso auf Grund Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit oft am Limit sind, sich noch tagtäglich mit derartigen Schwierigkeiten herumschlagen müssen.
Meine OP wurde immer wieder verschoben.
Am Mittwoch, den 16. 4. war gewiß, daß es vor Ostern nicht mehr möglich ist, wobei ich einmal schon bis 17 Uhr nüchtern war, weil Herr Prof. Kocher auf Grund der Dringlichkeit unbedingt versucht hat, doch noch ein Intensivbett zu bekommen. Leider nicht gelungen.
Einmal war ich schon im OP, versehen mit einer Relaxtablette und wurde wieder hinausgeschoben und unverrichteter Dinge wieder auf die Station zurückgebracht.
Am 22. 4. neuerliches Einrücken im AKH.
Operation zuerst für 23. 4. vorgesehen und - wie gehabt - verschoben.
Dann auf den 24. 4. verschoben. Wieder nichts.
Langsam aber sicher verzweifle ich und auch meine Familie leidet sehr unter der Ungewissheit.
E n d l i c h am 25. 4. war es soweit. Wobei mir Herr Prof. Kocher nachher mitteilte, daß ich Gott sei Dank schon in Narkose war, weil man ansonsten wieder abgebrochen hätte.
Ich möchte abschließend bemerken, daß ich zu keiner Sekunde meines Aufenthalts Zweifel an meinem großartigen Chirurgen,
Prof. Dr. Kocher, hatte und auch noch länger gewartet hätte, nur um von ihm operiert zu werden. Er hat das Wunder geschafft, aortenklappenerhaltend das Aneurysma zu operieren. Der Regenerationsprozess verlief völlig komplikationslos und für mich hat ein neues Leben begonnen.
Ich habe während meines langen Aufenthaltes im grünen Bettenhaus, Stock 20, Herzabteilung, einen gewissen Einblick
in die Arbeitsabläufe dort bekommen und kann nur wiederholen, daß das gesamte Personal, trotz großer Belastung, stets um Freundlichkeit und Professionalität bemüht war.
Im Gespräch mit Ärzt(innen) kam klar zum Ausdruck, daß schon so oft versucht wurde, beim zuständigen Ministerium eine Veränderung der unerträglich belastenden Situation herbeizuführen, leider, wie man ja weiß, bis jetzt mehr oder weniger erfolglos.
Es kann nicht der richtige Weg sein, das AKH zu Tode zu sparen!
Es gehören die Intensivstationenbetten und -personal massig aufgerüstet, das wäre schon mal der erste Schritt. Es hat ja auch keinen Sinn, wenn Patienten wegen des Akutbettenmangels zu früh aus der Intensivüberwachung auf die normalen Stationen verlegt werden müssen, wo sie natürlich nicht mehr die intensive Überwachung bekommen, die sie teilweise benötigen würden.
Und letztlich stehen die Chirurg(innen) auch so schon genug unter Druck. Operationen am offenen Herzen sind, glaube ich,
Herausforderung genug, da ist es meiner Meinung nach unzumutbar, diesen Menschen noch zusätzlich den Stress anzutun, sich ununterbrochen mit solchen Bürokratien auseinander setzen zu müssen.
Sehr geehrter Herr Minister, ich bitte Sie, die Situation wirklich allen Ernstes zu prüfen und Lösungsvorschläge zu überdenken.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Christa Braun
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