Der Landtag NRW möge beschließen Mentoring für Schüler als Mentoren verpflichtend zu machen, soweit die Schüler die Qualifikation dazu erlangt haben; dies sollte insbesondere alle Gymnasiasten betreffen.
Nach einer Studie des ZDF läßt die Begeisterung der Schüler für Schule zur Mittelstufe hin nach. Die Lernmotivation der Schüler könnte gezielter gefördert werden mit der Unterstützung durch Mentoren und individuelle Lehrpläne, abgestimmt mit Projekten, Arbeitsgruppen und Wahlfächern.
Fehlende Lernmotivation und psychologische Pubertätsmerkmale können bei Schülern das psychologische Phänomen erlernter Hilflosigkeit fördern. In den USA waren 2005 drei Millionen Jugendliche, mit steigender Tendenz, an Mentorenprogrammen in Schulen und anderen Einrichtungen beteiligt. Warum werden Programme wie das Schülermentorenprogramm in Baden-Württemberg nicht weiter ausgedehnt, besonders nach dem Vorbild der Eduard-Spranger-Schule in Reutlingen?
Das dreigliedrige deutsche Schulsystem enthält für Realschüler und Hauptschüler den impliziten Nachteil, dass ihnen intelligentere Mitschüler vorenthalten werden. Könnte man daraus eine moralische Verpflichtung für Gymnasiasten herleiten sich als Tutoren und/oder Mentoren zur Verfügung zu stellen? Ein verpflichtendes Mentorensystem wäre zum Vorteil beider Gruppen.