Unter dem heutigen Gesetz, wird die Natur immer noch als ein Besitztum behandelt. Die Natur gilt als “Nichts” vor dem Gericht und kann deshalb nicht verteidigt werden. Wir appellieren deshalb an die Menschheit und Unternehmen, die Natur als lebendiges Wesen in jeglicher Lebensform anzuerkennen, mit dem Recht zu existieren, zu bestehen, und ihre natürlichen Lebenszyklen bewahren zu können, anstatt als Eigentum und endloses Konsumgut behandelt zu werden.
Wir sind alle ein Teil der Mutter Erde, einer unteilbaren, lebendigen Gemeinschaft von unter einander verbundenen und abhängigen Wesen mit einem gemeinsamen Schicksal. Es ist offensichtlich, dass das kapitalistische System und alle Formen von Plünderung, Ausbeutung, Missbrauch und Verunreinigung große Zerstörung, Verwüstung und Zerrüttung der Mutter Erde verursacht hat.
Gib Deine Stimme für die Rechte der Natur! Wir benötigen über eine Million Unterschriften, die wir am Erdgipfel 2012/Rio+20 in Brasilien überreichen werden.
Nimm am weltweiten Aufruf an alle Nationen teil, die Universelle Deklaration der Rechte der Mutter Erde in ihrer Nationalen Konstitution aufzunehmen und zu integrieren. Mit Deiner Unterschrift kannst Du Deinem Wunsch Ausdruck geben, auch dein Land sowie alle anderen Nationen zu bitten, die Rechte für die Natur anzuerkennen.
Ausführlichere Erklärung der Kampagne
Diese Kampagne hat zum Ziel die Deklaration der Rechte der Mutter Erde bekannt zu machen sowie die rechtliche Verankerung der Rechte der Natur zu ermöglichen. Dies bedingt die Einführung eines gesetzlichen Systems, welches die Natur als eine rechtlich anerkannte Einheit behandelt und nicht als blosses, Konsumgut das man endlos ausbeuten darf.
In 2008 hat Ecuador als erstes Land, Rechte der Natur in ihrer Landeskonstitution verankert. Im April 2010 wurde die Universale Deklaration der Rechte der Mutter Erde an der “World Peoples’s Conference on Climate Change and The Rights of Mother Earth”, in Cochabamba proklamiert, ein Treffen mit über 35 000 Menschen aus rund 140 Ländern. Im 2011 hat auch Bolivien die Rechte der Natur durch ihr “Gesetz der Mutter Erde” eingeführt. In den Vereinigten Staaten haben bereits 24 Ortschaften die Rechte der Natur eingeführt,durch ihre lokale Gesetzgebungen.
Der UNO Erdgipfel für Nachhaltige Entwicklung, Rio+20, findet vom 4. – 6. Juni 2012 in Rio de Janeiro, Brasilien, statt. Diese Konferenz ist der 20. Jahrestag des im Jahre 1992 stattgefundenen UNO Erdgipfels für Umwelt und Entwicklung.