Einwilligung d. Sozialamtes zu notwendigem Umzug aus schwerwiegendem gesundheitlichem Grund
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Vor 9 Jahren diagnostizierten mir die Ärzte eine sehr ausgeprägte Narkolepsie. Hierdurch wurden mir volle Erwerbsunfähigkeit sowie 70% Schwerbehinderung attestiert.
Ich lebe derzeit in einem Appartement im ersten Stock eines Altbaus. Bedingt durch den hier vorhandenen Holzfußboden sind die Schwingungen, die dieser Boden natürlicherweise mit sich bringt, in den Auswirkungen auf meine Krankheit unerträglich.
Um eine dringend benötigte Linderung herbeizuführen, ist ein unverzüglicher Umzug in eine Wohnung mit festem (Beton)-fußboden unumgänglich.
Da meine Rente nicht ausreicht, werde ich mit Grundsicherung unterstützt weshalb vor einem Umzug jedoch das Sozialamt zustimmen muss und mir, falls ich ohne diese Zustimmung umziehe, die Unterstützung streichen kann – auch dann wenn der neue Wohnraum als Angemessen gelten würde!
Zur weiteren Erklärung:
Durch eine höhere Empfindlichkeit bedingt durch die Narkolepsie, verspüre ich so ein Schwingen/Wippen des hölzernen Fußbodens sehr schnell. Durch den mittlerweile sehr stark gestörten Schlaf wurde mein Körper immer empfindlicher! Weitere Folgen z.B. sind immer öfter auftretende Orientierungslosigkeit und Gleichgewichtsverlust, welche Beide bei einer stark ausgeprägten Narkolepsie schlimme Folgen haben, da hierdurch nahende Anfälle nicht mehr gespürt werden und so eine besondere Gefahr darstellen. Bei einem Anfall reagieren die Gliedmaßen nicht und der Körper fällt ungebremst bis er aufschlägt. Ich bin dann vollkommen Hilflos ist bis der Anfall vorüber ist! Dieses ist lebensgefährlich!
Um die Notwendigkeit eines Umzuges zu prüfen, forderte das Sozialamt von mir ein amtsärztliches Attest, welches den Gesundheitszustand schildert, wobei der Amtsarzt hierbei keineswegs eine persönliche Beschreibung beachtete! Dadurch soll ich gezwungen werden, in eine behindertengerechte Wohnung zu ziehen, wobei dieses gar nicht notwendig ist. Im Klartext bedeutet es, dass ich aus dem jetzigen Appartement erst ausziehen kann, wenn eine solche Wohnung nach sehr langer Wartezeit frei wird, da ich weit hinten auf einer langen Liste stehe!
Im Besonderen wird darauf gepocht, dass ich keine Treppen laufen dürfe, weil Anfälle auf Treppen sehr gefährlich sind! Hierbei wird nicht beachtet, dass der Auslöser für Anfälle Emotionen sind – hier ist ein Bereich des Gehirns geschädigt, der die Daten dafür weiterleitet. Bei Erschrecken, Verwunderung, Lachreiz falle ich einfach hilflos um. Dieses kann auf öffentlich begehbaren Treppen schnell passieren, wobei jedoch in meiner privaten Wohnung die Möglichkeiten im Gegensatz dazu stark eingeschränkt sind!
Ausgesprochen wichtig und unabdingbar ist für mich die soziale Situation in meinem jetzigen Wohnhaus mit ca. 170 Mietparteien. Hier bekomme ich oftmals Hilfe von Nachbarn bei vielen alltäglichen Dingen wobei diese allerdinge keinen professionellen Hilfsdienst ersetzen können der nicht in ausreichendem Maße erbracht wird. Deren Besuche und die Kommunikation ist jedoch ebenso sehr Wichtig für mich wobei in einem neuen Umfeld diese gänzlich wegfallen würde! Außerdem sind die Wege zu Arzt, Apotheke, Behörden-Außenstelle, Post und Bank recht kurz, ca. 500 bis 750 Meter. Einkaufen kann ich in Geschäften auf der gegenüberliegenden Straßenseite, in denen mich viele Verkäufer kennen, von meiner Erkrankung wissen, mir hier oft bei entgegenkommen. Aus diesem Grund würde ich sehr gerne im gleichen Haus wohnen bleiben und nur ins Erdgeschoss ziehen wo der Untergrund aus Beton besteht und nicht aus Holz! Dieses aber kann ich nur dann wenn der Sachbearbeiter nach eigenem Ermessen zur Sache urteilt, was durchaus möglich wäre. Um eine langwierigen Rechtsstreit, der wahrscheinlich länger als ein Jahr dauern würde, zu Umgehen versuche ich nun per Petition das Amt dazu zu bewegen und bitte um eure Unterstützung damit ich bald in einer Wohnung/Appartement wohnen kann wo ich endlich wieder schlafen kann!
In dieser Situation leben zu müssen ist für mich wie Schlafentzug.
Welche Folgen das haben kann darüber berichtet Ranga Yogeschwar:
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2012/0417/002_schlaflosigkeit.jsp
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Oberbürgermeister Markus Lewe; Klemensstraße 10; 48143 Münster
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