Keine Militärintervention in der Elfenbeinküste! Für eine politische Lösung zur Beendigung der Krise
Angesichts der weiter andauernden Streitigkeiten um den Wahlausgang in der Elfenbeinküste nach der Stichwahl zum Staatspräsidenten am 28. November 2010 gibt es immer wieder Rufe danach, die Krise mit Gewalt durch eine Militärintervention oder ein Einsatzkommando zu lösen.
Die Elfenbeinküste ist ein Land, in dem Menschen zahlreicher verschiedener Ethnien, Sprachen und Kulturen leben. Zudem sind mehrere Millionen Menschen aus den Nachbarländern in die Elfenbeinküste zugewandert. Das Zusammenleben war bis jetzt weitgehend friedlich, ist aber aufgrund der politischen Situation gefährdet. Eine Einmischung von außen kann leicht zu einer Explosion der vorhandenen Spannungen führen.
Eine militärische Intervention oder jeder Versuch, den Streit um den Ausgang der Wahl mit Gewalt zu lösen, wird unabsehbare Folgen haben und kann zu einem blutigen Bürgerkrieg führen, der das Potenzial des Landes langfristig ruiniert.
Wir rufen die Bundesregierung dazu auf, Initiativen jeglicher Art für eine militärische Intervention nicht zu unterstützen und nicht zu befürworten, sondern sich für eine friedliche Einigung einzusetzen. Es muss eine politische Lösung für eine Beendigung der Krise gefunden werden.
50 Unterzeichner haben bereits auf Unterschriftslisten unterzeichnet. Hier den Aufruf jetzt auch online unterstützen!
Initiator der Petition: Kalilou Diaby (Plön)