Nach Einordnung der Stadtplanungsamtes sollen die Durchgangsstraßén in Striesen und Blasewitz zu Hauptstraßen ausgebaut werden. Mit diesem Ausbau zu Hauptstraßen sind umfangreiche Fördermittel möglich . Um die Förderungen nutzen zu können, muß die alte Gasbeleuchtung durch moderne technische Beleuchtung, nach neuesten Anforderungen ersetzt werden. Es wurde dazu, auf drängen der Oberbürgermeisterin und des Straßen- und Tiefbauamtes, dem Denkmalamt eine Vereinbarung abgerungen, bei dem die Stadt, aus öffentlichen Interesse, gegen die Denkmalschutzsatzung, die Durchgangsstraßen mit neuer technischer Beleuchtung ausstatten kann. Die Vereinbarung sieht dabei vor, das in den Nebenstraßen, die sowieso schon unter Denkmalschutz stehende Beleuchtung dafür erhalten bleibt. Durch diese Vereinbarung wird ein kompett erhaltenes und denkmalgeschütztes Stadtbild zergliedert und zerstört, nur um in den Genuss der Fördermittel zu gelangen. Hier geht wieder ein großes Stück des alten Dresdens und damit an Identifikation der Bürger und Touristen verloren. Die Ausbauarbeiten haben bereits auf der Altenberger- und Oehmestraße begonnen. Hier wird, ohne weitere Rücksichtnahme auf die Denkmalschutzgebietsatzung. ein Straßenbau vorangetrieben, der nichts innerhalb eines geschützten Stadtbildes zu suchen hat. Von dem weiteren Hauptstraßenausbau sind die Hüblerstraße, Augsburgerstraße und die Bergmannstraße betroffen. Von den etwa 7.200 in den 70iger Jahren noch erhaltenen Gaskandelabern, bleiben nach Willen der Stadt letztendlich etwa noch 800 übrig, falls nicht letztendlich die ganze Gasbeleuchtung abgeschafft wird.