So nicht, Schwawinski! Keine staatliche Plattform für Chauvinismus

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An das Schweizer Radio und Fernsehen

An Herrn Roger Schawinski

 

Herr Roger Schawinski hat sich am Montag zum Gespräch mit Frau Jolanda Spiess-Hegglin getroffen, die Sendung „Schawinski“ aufgenommen, welche dann noch am selben Abend ausgestrahlt wurde. Herr Schawinski bemerkte am Anfang der Sendung, dass er diese Sendung gerne dem bevorstehenden „Tag der Frau“ widmen möchte. Dieser Beitrag ist ein Schlag ins Gesicht einer jeden Frau. Herr Roger Schawinski hat ohne lange nachzudenken mit seinem Halbwissen über das Thema K.O. Tropfen um sich geworfen. So behauptete er zum Beispiel, dass man, wenn man mit K.O. Tropfen vergiftet wurde, keine Erinnerungsfetzen habe, und dass dies nur bei übermässigem Alkoholkonsum geschehen würde. Zudem bemerkte er wiederholt, dass man ja sofort regungs- und bewusstlos sei. Beides ist nicht korrekt. Wie Frau Spiess-Hegglin mehrmals versuchte zu erklären, spielt nicht nur die Dosis, sondern auch die Wirkdauer der Droge eine Rolle, ob und wie man seine motorischen Fähigkeiten noch kontrollieren kann. Wenn K.O. Tropfen sofort bewusstlos machen würden, würde die Droge nicht so häufig als Partydroge missbraucht. Wie Frau Spiess-Hegglin richtig gesagt hat, machen einem K.O. Tropfen zunächst sehr anhänglich und willenlos. Bei geringer Dosis jedoch nicht unmittelbar bewusstlos. Wir wagen zu behaupten, dass Herr Schawinski bisher noch nie mit K.O. Tropfen vergiftet wurde, weshalb sein Wissen lediglich auf Hören-Sagen beruht. Wenn Herr Schawinski dieses sensible Thema schon anspricht, sollte er sich zuvor besser informieren. Gerade bei einem solch intimen Thema, wie Vergewaltigung hätte Herr Schawinski deutlich mehr Empathie an den Tag legen müssen, ob er dies nicht kann, oder darauf verzichtet hat um die Quoten zu pushen, wissen wir nicht. Damit aber noch nicht genug. Man darf hier nicht vergessen, dass Frau Spiess-Hegglin ein Opfer von sexueller Gewalt ist, und Herr Schawinski hat eindeutig falsch gehandelt, als er sagte: „Können Sie es (Schweigen) jetzt wenigstens? Ich habe das Gefühl, ich habe einen grösseren Wohlwollen für Sie, aber irgendwie habe ich das Gefühl, Sie sind beratungsresistent.“ Zuvor hat er Frau Spiess-Hegglin vorgeworfen, sie renne den Medien hinterher, damit sie im Gespräch bleibe. Hier impliziert Herr Schawinski, dass er sich von Frau Spiess-Hegglin wünscht, dass sie nicht länger über ihre offensichtlich traumatischen Erlebnisse spricht. Von einem Missbrauchsopfer zu fordern, es möge die Sache doch endlich ruhen lassen, während es sich versucht gegen ungerechtfertigte Darstellungen zu wehren, ist unhaltbar. Wir dürfen nicht vergessen, dass Frau Spiess-Hegglin jenen Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt wurden, eine Stimme gibt. Sie steht stellvertretend für jene, die sich auch schon mit K.O. Tropfen und/oder sexueller Gewalt konfrontiert sahen. Eine solche Sendung dann auch noch dem Weltfrauentag zu widmen, ist unserer Meinung nach unmöglich. Deswegen fordern wir eine schriftliche Entschuldigung von Herrn Roger Schawinski, an alle Frauen und insbesondere an Frau Jolanda Spiess-Hegglin, wie auch eine schriftliche Entschuldigung des Schweizer Radio und Fernsehen, da dieses als staatliches Fernsehen einer solchen Frechheit eine Plattform bietet. Des Weiteren fordern wir vom Schweizer Radio und Fernsehen Schadensbegrenzung, in dem man die Sendung Schawinski endgültig absetzt.

Freundliche Grüsse

Frau Mara Michel und Frau Eloise Leu

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9 March 2016
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Schweizer Radio und Fernseh, Herr Roger Schawinski
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