Der Landtag NRW möge beschließen Theoriebildung und freie Willensbildung in den Schulen stärker zu fördern.
Theoretische Bildung ist nicht Theoriebildung - was sollten Schulen unternehmen um Theoriebildung zu lehren? Sollte Schule nicht viele, leicht widerlegbare Hypothesen anbieten? Es liegt in der Natur der Wissenschaft, dass die meisten Hypothesen verworfen werden müssen; wie soll man das aus Schulbüchern lernen, die Theoriebildung nicht als vorrangiges Ziel verfolgen?
Die im Grundgesetz verankerte Privatautonomie garantiert, dass jeder frei seinen Willen bilden, äußern und diesem Willen entsprechend handeln kann. Freier Wille ist aber, nach Harry Frankfurt, abhängig von der Existenz höherstufiger Wünsche. Was sollte daraus für das Schulwesen folgen?