Ein Sonntag im August 2011.
Ein Sonntag, der alles verändern sollte.
Meine Bekannte hatte Geburtstag.
Sie wollte diesen Tag in Ruhe verbringen und so arbeitete sie im Garten ihres Hauses. Zwischen Blumen und Beeten wurde sie an diesem Sommertag begleitetet von ihrem Akita Inu; ein liebevoller und familienfreundlicher Rüde.
Ohne ihr Wissen lud eine Freundin meiner Bekannten Gäste zu einer Überraschungsparty in ihren Garten ein. Was noch als vermeintlich schöne Feierlichkeit gedacht war, veränderte das Leben aller Beteiligten. Sowohl jenes meiner verwitweten Bekannten als auch das ihres querschnittsgelähmten Sohnes.
Der erste Gast brachte seinen Hund mit. Ein Rottweilermischlingsrüde.
Dieser baute sich in befremdlicher Manier vor dem zahmen Akita Inu auf und griff ihn in seinem Revier an. Die angebliche Freundin reagierte sofort und zog den unterlegenen Akita Inu am Kopfe zurück. Dieser versuchte noch mit letzter Kraft sich aus der Bedrängnis des Rüden zu befreien. Alles ging gut, beide Hunde wurden getrennt, es sollte ein friedlicher Geburtstag werden.
Doch am Abend bemerkte besagte Freundin in einem Nebensatz, sie sei vom zahmen Akita gebissen worden. Beiläufig, unterschwellig. Meine Bekannte fragte sofort nach, kümmerte sich und wurde schnell beschwichtigend zurückgewiesen. Es sei nicht so schlimm.
Am darauffolgenden Tag erkundigte man sich natürlich wieder nach ihrem Befinden, aber erneut äußerte sie dieselbe Antwort.
In den darauffolgenden Wochen ereilten aus heiterem Himmel bedrohliche E-Mails meine Bekannte. Es seien Schmerzen aufgetreten, ein Verdacht auf eine Blutvergiftung bestand seitens der Aussage vermeintlicher Freundin mit vermeintlichem Biss. Und so wurden Drohungen und Schmerzensgeldforderungen niedergeschrieben, Unterstellungen in Worte gefasst. Meine Bekannte schaltete ihre Versicherung ein, die den Schaden begleichen wollte. Ungeachtet dessen schaltete diese Freundin das Ordnungsamt ein. Ohne polizeiliche Anzeige, ohne Attest. Ohne rechtliche Grundlage – aber auf Verdacht.
Binnen einer kurzen Frist von 2 Wochen sollte sich der Akita Inu einem Wesenstest unterziehen. Gesagt, getan. Die liebevolle Hundebesitzerin stellte sich souverän dieser Aufgabe und absolvierte sie mit ihrem Hund bravourös. Der unabhängige und vom Ordnungsamt bestellte Gutachter bestätigte den bestandenen Test und so hoffte sie, die Freundin ziehe ihre haltlosen Unterstellungen und Forderungen zurück – stets im Glauben, die Freundschaft könnte wieder zu ihren Wurzeln finden.
Nichts dergleichen passierte. Im Gegenteil, sie wurde weiterhin beschimpft, auch ihre Familie angegriffen und der eigentliche Kampf begann. Die Bekannte glaubte an sich und an den wahren Vorgang an diesem Sonntag im August; der bestandene Wesenstest gab ihr Recht. Doch es sollte anders kommen. Schlimmer, mitreißender und für Familie und Freunde schwerer. Die Freundin sollte „fertig gemacht“ werden, so lautete der Inhalt einer Mail.
Im weiteren Verlauf lockerte die zuständige Behörde die Auflagen nicht, eine Kommission wurde einberufen, der Wesenstest seitens des Ordnungsamtes viele Wochen später angezweifelt obwohl der Sachverständige unabhängig und von ihnen benannt worden war – und nun rechtmäßig erneut bestätigt. Ein Karussell der Emotionen, ein merkwürdiger Verwaltungsakt, ein nun eingeschalteter Anwalt – und 3 wirkliche Geschädigte. Meine Bekannte, ihr Sohn und letztlich der Akita Inu.
Wer ähnliches Unrecht erlebt hat oder wie ich genau das alles nicht fassen kann, kopfschüttelnd diese Zeilen liest, der schließe sich uns an.
Gemeinsam können wir etwas bewegen und gemeinsam können wir für unsere Hunde da sein.
Wir bitten euch uns bei dem Kampf gegen die Behörden zu Unterstützen. Wir kämpfen dagegen das der Halterin des Akita der Hund weggenommen wird, da dieser ein friedvolles Tier ist.