"Nein" zur Indizierung von Computerspielen
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die ЦVP Wien hat den Antrag fьr eine Indizierungsstelle (Verbotsstelle) fьr Computer- und Konsolenspiele eingebracht. Der Vorschlag erscheint vorallem insofern absurd, da gerade unsere Bundesregierung sich bereits deutlich gegen eine derartige Indizierungsstelle ausgesprochen hat und deshalb die BuPP ("Bundesstelle fьr die Positivprдdikatisierung von Computer- und Konsolenspielen)eingerichtet wurde. Unter "http://www.bupp.at/jart/prj3/bupp/main.jart?rel=de&content-id=1158748415674&reserve-mode=active" ist die Argumentation des Sozialministeriums nachzulesen, warum es viel wichtiger ist zu "empfehlen" und nicht zu "verbieten". Konkret geht es darum, dass sдmtliche (!) Computerspiele, die innerhalb Wiens verkauft werden mit einem Pickerl zu versehen. Das Pickerl soll neben einer verpflichtenden Altersangabe(Verkдufer muss das Alter des Kunden kontrollieren), auch eine Angabe ьber das Gewaltpotential (z.B. Stufe 1 - am gefдhrlichsten, Stufe 5 unbedenklich)
enthalten. Damit wдre innerhalb Wiens erstmals eine Negativprдdikatisierung von Computer- und Konsolenspielen mцglich. Warum eine derartige Form der Negativprдdikatisierung deutlich kontraproduktiv ist und дuЯerst negative Auswirkungen gerade auf das Kaufverhalten von Kindern und Jugendlichen haben kann, liegt wohl auf der Hand. Einerseits ist die Schutzfunktion durch eine verpflichtende Alterskontrolle nur in sehr begrenztem MaЯ gegeben (дltere Schьler,... kцnnen das Produkt kaufen) andererseits liegt gerade in dem Verbotenen oft ein besonderer Reiz. Vor allem wenn man bedenkt, dass es sich derzeit bei ьber 25 \% (die Dunkelziffer dьrfte bedeutend hцher liegen) der Computerspiele, die Jugendliche besitzen, um Raubkopien handelt, erscheint der Antrag von Markus Benesch (JVP-Obfrau Silvia Fuhrmann hat jedoch den DenkanstoЯ dazugegeben), Referent des Landtags mehr als absurd. Vielmehr erhalten Jugendliche durch die vermeintliche Schutzeinrichtung eine Einkaufsliste fьr besonders gewalttдtige Computerspiele. Der sogenannte "Warnhinweis" bzw. das Siegel wird von den Jugendlichen mit hoher Wahrscheinlichkeit als "cool" missinterpreteriert. Aktuelle Studien aus Deutschland, wo ein derartiges Projekt bereits umgesetzt wurde, zeigen ebenfalls ein dьsteres Bild. Innerhalb weniger Tage nach Vergabe eines Negativpickerls stiegen die Verkaufszahlen dieses Spiels erheblich an, sodass sich die Hersteller nahezu um die Pickerl der Indizierungsstelle stritten. Jetzt ist jedoch der Gemeinderat der Stadt Wien am Zug, der ьber die genaue Umsetzung eines solchen Projekts nochmal beraten wird und somit sehe ich noch eine Mцglichkeit das Projekt zu verhindern bzw. es in eine zumindest stark abgemilderte Form zu lenken.
Fьr die Zukunft unseres Landes wьnsche ich mir, dass Menschen, die Entscheidungen ьber Jugendliche treffen, lernen, sie zu verstehen, sich
mit ihnen auseinanderzusetzen und nicht ihre Tдtigkeit einzig und allein
dem pдdagogischen Zeigefinger widmen. Ьberzeugungsarbeit und
Bewusstseinsbildung nicht aber kьnstlich geschaffene Verbote und
radikale Einschrдnkungen machen eine moderne, verantwortungsvolle
Jugendpolitik aus.
Ich fordere hiermit Silvia Fuhrmann, Bundesobfau der Jungen Volkspartei sowie Markus Benesch (ЦVP Wien) auf einen Abдnderungsantrag bezьglich der Indizierungsstelle fьr Computer- und Konsolenspiele im Gemeinderat einzubringen, so dass die Negativprдdikatisierung in Wien sowie auf Bundesebene verhindert werden kann.
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