Resolution fьr Menschenrechte in der Psychiatrie

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Resolution fьr Menschenrechte in der Psychiatrie


Tatsache ist, dass die Geschichte des Elektroschocks zeigt, dass diese Methode weniger als Therapie diente als zur Disziplinierung von Menschen; im Ersten Weltkrieg wurde diese Praktik als Methode verwendet, um Soldaten wieder frontfдhig zu machen, in Sьdafrika und in Lдndern des Mittleren Ostens wurden Elektroschocks als Folter benutzt sowie fьr Mind Control Experimente in den USA und in Kanada. Die englischen Psychiater Dr. Graham Sheppard und Dr. Saad Ahmed haben 1989 eine schockierende Stellungnahme bezьglich der Wirksamkeit des Elektroschocks verцffentlicht, in der sie nach Ьberarbeitung ALLER zu dieser Zeit weltweit existierenden kontrollierten Studien zu dem SchluЯ kamen, dass diese Studien fehlerhaft waren. Sie kritisierten die psychiatrischen Kollegen dafьr, dass sie nur so wenige Studien ьber diese Praktik in einer derart langen Zeitspanne erstellt hatten und fanden heraus, dass KEINE Beweise fьr die Behauptung existierten, dass man mit Elektroschocks Depressionen ьberwinden kann.

Tatsache ist, dass Elektroschocks in Deutschland nicht meldepflichtig sind und dass keine Richtlinien ьber die Verabreichung von Elektroschocks bei der DGPPN (Deutschen Gesellschaft fьr Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde) existieren. Es gibt keine gesetzlichen Einschrдnkungen bei der Anwendung von Elektroschocks bei Schwangeren, Kindern und Senioren. Allein in einer Mьnchener Psychiatrie wurden 1997 insgesamt 660 Elektroschocks verabreicht. Psychiatrische Patienten sind in Deutschland weiterhin hilflos Elektroschocks ausgeliefert, trotz der Fьlle an Beweisen der Unwissenschaftlichkeit und Schдdlichkeit von Elektroschocks.

Tatsache ist, dass die Anwendung der Elektrokrampftherapie von vielen Medizinern verurteilt wird und Befьrworter dieser Praktik kцnnen bis heute keine wissenschaftliche Erklдrung ьber die Wirkungsweise dieser Methode geben bzw. keine ьbereinstimmenden Aussagen. Elektroschocks haben verheerende Auswirkungen auf Intelligenz, Persцnlichkeit, die Emotionen eines Menschen sowie auf sein Gedдchtnis.

Tatsache ist, dass fьr Дrzte das Gelцbnis gilt: Die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. Ich werde jedem Menschenleben von der Empfдngnis an Erfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine дrztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.(Berufsordnung deutsche Дrzte, Bundesдrztekammer).


Psychiatrische Elektroschockbehandlung:
Vier Stunden vorher darf der Patient nichts essen oder trinken, um Erbrechen wдhrend des Elektroschocks zu vermeiden. Eine halbe Stunde vorher wird ein Mittel verabreicht, welches die Sekretion der Mund- und Luftkanдle verringert. Dies vermindert die Erstickungsgefahr und andere Komplikationen, die auftreten kцnnten, sollte der Patient seinen Speichel schlucken. Gebisse, Schmuck und Haarschmuck werden entfernt, um wдhrend des Krampfes Verletzungen zu vermeiden. Die Person wird auf ein Bett gelegt. Ein in der Nдhe bereitgestellter Wagen enthдlt lebensrettende Hilfsmittel, u.a. einen Defibrillator, um das Herz bei Herzstillstand wieder zum Schlagen zu bringen. Ein Gel wird auf den Schlдfen aufgetragen, um die elektrische Leitfдhigkeit zu erhцhen und Verbrennungen zu vermeiden. Ein Anдsthetikum wird in die Vene iniziert und macht den Patienten bewuЯtlos. Danach wird ein Muskelrelaxans verabreicht, wodurch die Muskeltдtigkeit praktisch aufhцrt. Der Patient wird dann an ein kьnstliches Atemgerдt angeschlossen. Ein Gummiknebel wird in den Mund gelegt, um den Patienten davon abzuhalten, sich die Zдhne zu zerbrechen oder die Zunge zu zerbeiЯen. Die Elektroden werden an den Schlдfen angelegt. Ein Knopf wird gedrьckt und 180 bis 460 Volt schicken einen versengenden Strom durch das Gehirn. Das verursacht einen lange anhaltenden schweren Krampf oder Anfall, der mit einem epileptischen Anfall identisch ist. Da das Muskelrelaxans die normale Reaktion des Kцrpers gegen den Schock verschleiert, hдlt der verabreichende Psychiater gewцhnlich nach einem Zusammenrollen oder Zucken der Zehen Ausschau, um zu entscheiden, ob der Schock funktioniert hat. Das gesamte Verfahren dauert fьnf bis fьnfzehn Minuten. An diesem Verfahren verdient die psychiatrische Industrie, allein in den USA, geschдtzte 3 Milliarden Dollar pro Jahr. Die meisten Patienten erhalten insgesamt sechs bis zwцlf Schocks: einen pro Tag, dreimal pro Woche. Darьber hinaus wird den meisten Patienten mehr als eine Behandlungsfolge verabreicht.

Forderungen zum Schutz der Menschenrechte:

Wir fordern ein gesetzliches Verbot von psychiatrischen Elektroschocks bei Kindern, Schwangeren und Senioren. Zuwiderhandlung muЯ als Kцrperverletzung eingeordnet und mit Freiheitsstrafe bis zu fьnf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden. Jeder, der zu einer Elektroschockbehandlung bei Kindern, Schwangeren oder Senioren Beihilfe leistet, soll unter das StGB 2. Abschnitt, 3. Titel, Paragraph 27 Beihilfe fallen und dementsprechend strafrechtlich verfolgt werden.

Wir fordern, eine vollstдndige mьndliche wie auch schriftliche Aufklдrung des Patienten ьber Nebenwirkungen sowie eventuelle Spдtfolgen von Elektroschocks durch den behandelnden Psychiater. Der Patient darf zur Zeit der Aufklдrung nicht unter dem EinfluЯ persцnlichkeitsverдndernder Psychopharmaka stehen und es muЯ ihm Gelegenheit gegeben werden, seinen Anwalt zu konsultieren und einen Arzt seiner Wahl um Rat zu fragen.

Wir fordern, dass Elektroschockbehandlung eine meldepflichtige Praktik wird. Deutsche Psychiatrien sollen jдhrlich Rechenschaft ьber die in ihren Kliniken verabreichten Elektroschocks ablegen. Dieser Rechenschaftsbericht muЯ folgende Fragen beantworten:

a) Wieviele Patienten erhielten Elektroschockbehandlung? Wieviele Elektroschocks erhielt jeder der Patienten?
b) Wieviele Patienten wurden vorher mьndlich und schriftlich ьber Risiken, Nebenwirkungen und eventuelle
Spдtfolgen von Elektroschocks aufgeklдrt und was wurde erklдrt?
c) Wieviele Patienten standen zum Zeitpunkt der Aufklдrung unter persцnlichkeitsverдndernden Psychopharmaka?
d) Wieviele Patienten erhielten Elektroschocks gegen ihren Willen? Aus welchem Grund?
e) Bei wievielen E-Schockpatienten lagen faktische Anhaltspunkte fьr Eigen- und/oder Fremdgefдhrdung vor?
f) Wieviele Patienten beklagten sich ьber Nebenwirkungen oder Spдtfolgen? Worьber klagten sie?
g) Wieviele Patienten starben wдhrend der Elektroschockbehandlung oder brachten sich danach um?
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