Don't Execute Mrs. Soghra Molai
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67075 Strasbourg Cedex
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich mцchte Sie darauf aufmerksam machen, dass im Iran Kinder und Jugendliche wie Erwachsene bestraft werden, obwohl die iranische Regierung die internationale Konvention zum Schutz der Menschenrechte und der Rechte von Kindern und Jugendlichen unterschrieben hat.
Ihr besonders Augenmerk mцchte ich auf die schreckliche Menschenrechtsverletzung lenken, die Frau Soghra Molai angetan wurde und wird.
Frau Soghra Molai wurde als 13 Jдhrige zum Tode verurteilt. Sie ist heute 32 Jahre alt und hat mehr als 19 Jahre ihres Lebens hinter Gittern verbracht.
Aufgrund дrmlicher Familienverhдltnisse, wurde Soghra Molai bereits als 9 Jдhrige in den Dienst im Haushalt einer reichen Familie geschickt um ihre eigene Familie finanziell zu unterstьtzen. Wдhrend dieser Zeit wurde sie mehrfach von Bekannten ihres Arbeitgebers vergewaltigt. Als wehrloses Kind, aus Scham und um ihre Arbeitsstelle nicht zu verlieren, hat sie sich niemals jemanden anvertrauen kцnnen. Der 8 jдhrige Sohn des Arbeitgebers wurde zufдllig Zeuge, als Soghra als 13 Jдhrige wieder einmal Opfer einer Vergewaltigung wurde. Der Vergewaltiger bemerkte den Jungen, geriet in Panik und schleuderte ihn mit einer solchen Wucht gegen eine Wand, dass der Junge an den Kopfverletzungen verstarb.
Aus Angst als Opfer von sexuellem Missbrauch nach islamischem Recht bestraft zu werden, verschwieg Soghra in den ersten Vernehmungen zunдchst den wahren Hergang. Bei den Verhцren musste sie den Tod des Jungen als Folge eines unglьcklichen Umstandes darstellen, der sich aus einem Kinderstreit ergeben hдtte. Ьber die Rolle des Vergewaltigers und Totschlдgers schwieg sie.
Als Soghra Molai bemerkte, dass ihre Darstellung von einem Unfall als Mordgestдndnis aufgefasst wurde, zog sie ihre erste Aussage zurьck und erzдhlte den tatsдchlichen Hergang.
Die Aussage des Vaters des getцteten Jungen, dass Frau Molai seinen Sohn immer schon gehasst zu haben, veranlasste das Gericht der Stadt Rasht (Hauptstadt der Provinz Gilan) jedoch nur die erste Aussage von Frau Molai anzunehmen. Frau Molai wurde als 13 Jдhrige zum Tode verurteilt. Trotzdem das Gericht der zweiten Aussage von Frau Molai keinen Glauben schenkte, wurde sie als Opfer sexuellen Missbrauchs nach dem islamischen Strafgesetz zusдtzlich verurteilt und ausgepeitscht.
Frau Soghra Molai wurde bereits zwei Mal zur Vollstreckung des Todesurteils in die Todeszelle geschickt, als 17 Jдhrige und als 21 Jдhrige. Nach dem islamischen Recht kann in solchen Mordfдllen das Todesurteil nur vollstreckt werden, wenn enge Verwandte des Getцteten dem zustimmen. In beiden Fдllen hat die Familie des getцteten Jungen dies nicht getan.
Vor kurzem hat die Anwдltin Frau Sotudeh, den Fall ьbernommen und wieder aufgerollt. Sie fordert die Freilassung von Frau Soghra Molai. Das Gericht hдlt das Todesurteil aufrecht, weil die Familie des getцteten Jungen diesmal auf die Vollstreckung des Todesurteils besteht. Trotzdem sich ihre Anwдltin fьr sie einsetzt, muss Frau Molai tдglich mit der Vollstreckung des Urteils rechnen.
Mit meinem Schreiben mцchte ich Sie bitten, mit allen Ihnen zur Verfьgung stehenden Mitteln das Mullah Regime in Teheran zur Aufhebung des Todesurteils und zur Freilassung von Frau Soghra Molai zu bewegen.
Mit freundlichen GrьЯen
Khaschayar Rochssani
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