Petition von A.R.M., Lolita Bar & Galerie Loyal zur Rettung junger Kultur in Kassel
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Wir fordern die Documenta-Stadt Kassel auf, sich explizit auch zu Ihrer jungen Bevölkerung und deren kulturellen Bedürfnissen zu bekennen und Maßnahmen zu Förderung, Erhalt und Aufbau junger kultureller Angebote zu ergreifen. Ziel muss es sein, junge, kreative Menschen an die Stadt zu binden und deren zunehmende Abwanderung einzudämmen. Eine Stadt der Künste und Kultur darf es sich nicht erlauben, dass dieses Potential verloren geht!
Voraussetzung hierfür sehen wir in einer dringenden Modernisierung des in Kassel vor-herrschenden Kulturbegriffs und wünschen uns für die Zukunft eine Gleichstellung junger Kulturangebote mit der bereits umfangreich geförderten Hochkultur. Es geht uns dabei keineswegs um Konkurrenz zu der beeindruckenden Kasseler Theater- und Museen-landschaft sondern vielmehr um die Erweiterung des kulturellen Angebots um die kraft-vollen Impulse aktueller sub- und popkultureller Strömungen und damit auch vor allem um Ausbau und Sicherung der Lebensqualität junger Kasseler Bürger. Nur so kann das große kreative Potential dieser für die Zukunft der Stadt so wichtigen Bevölkerungs-gruppe aus unserer Sicht auf absehbare Zeit gehalten werden!
Folgende Maßnahmen schlagen wir im Einzelnen vor:
UNTERSTÜTZUNG ZUR RETTUNG DES VERANSTALTUNGSZENTRUMS CLUB A.R.M. / LOLITA BAR & GALERIE LOYAL
Dringender Handlungsbedarf besteht aufgrund der drohenden Schließung des Veranstal-tungszentrums Club A.R.M. / Lolita Bar / Galerie Loyal! Seit 1994 hat sich hier konti-nuierlich und nachhaltig ein beliebter Anlaufpunkt für tausende junger Menschen der Stadt Kassel und der Region entwickelt. Von Konzerten, Feiern, Theater, Ausstellungen, Lesungen, Video-Installationen bis zu Experimenten aller Art reicht das Angebot. Vorletztes Jahr wurde mit Bürgerstolz & Stadtfrieden außerdem ein unabhängiges Kunst-Festival geschaffen, das mit vielen international renommierten Künstler aufwarten konnte und das Potential birgt, zu einer jährlichen Institution zu werden.
Nebenbei sind ca. 50 Arbeitsplätze und eine professionelle Infrastruktur zur Produktion von Kunst und Veranstaltungen aller Art entstanden. Längst ist das gesamte Areal zu einem überregional bekannten Aushängeschild Kassels geworden. An keinem anderen Ort in Kassel kann man ein vielfältigeres Kulturangebot erleben. Eine Schließung wäre ein kaum wieder gut zu machender Verlust für die junge Kasseler Kulturszene das muss verhindert werden!
Eine Vielzahl von Leserbriefen und Kommentaren an die HNA in Kassel verdeutlichen die Verbundenheit mit Lolita Bar, A.R.M., Galerie Loyal und sprechen für sich. Diese findet man unter www.armaberokay.de/blog/ingefahr
AUFWERTUNG DES QUARTIERS UM DEN KASSELER HAUPTBAHNHOF / INITIIERUNG EINES QUARTIERSMANAGEMENTS, VERNETZUNG DER ANLIEGER
Wir wollen mit der Stadt Kassel zusammen ein Quartiersmanagement entwickeln, um den Kulturbahnhof und die ganze Umgebung zu erneuern und zu erwecken. Der Haupt-bahnhof bietet sich durch seine optimale Verkehrsanbindung als Zentrum geradezu von selbst an. Ein neues Wohngebiet für junge Menschen mit echter Wohnkultur und Lebens-qualität kann entstehen. Ungenutzte Plätze, Räume und Möglichkeiten sollten kreativ gestaltet und genutzt werden. Allen voran muss hier auch dringend über eine sinnvolle Nutzbarmachung des brachliegenden Hotel Reiss nachgedacht werden. Eine gemischte Nutzung aus Gästehaus, Hotel, Wohnanlage und als Spielort und Produktionsstätte für Theater, Musik, Kunst und Experiment, wo sich projektbezogen Künstler aus aller Welt zusammenfinden und in Austausch treten können, wäre beispielsweise naheliegend. In Zusammenarbeit mit kompetenter Städteplanung und durch Vernetzung schon vorhandener Kapazitäten wie dem Kulturbahnhof, Caricatura, Bali, Südbau, Gleis 1, Stellwerk, Cuba Club, Lolita-Bar, A.R.M. und Galerie Loyal kann das gesamte Quartier zum lebendig schlagenden Herz der neuen Kasseler Kulturszene werden und somit zu einem Aushängeschild für die Stadt Kassel mit überregionaler Strahlkraft auch zwischen den documenta-Ausstellungen! (siehe hierzu auch den offen Brief von Prof. Christan Kopetzki an den Oberbürgermeister unter www.armaberokay.de/blog/ingefahr)
EINRICHTUNG EINES BÜROS FÜR JUNGE KUNST & KULTUR IM RATHAUS
Mit dem Bekenntnis zur jungen Kultur in Kassel sollte auch eine Schnittstelle zwischen Kulturamt und den jungen Kulturschaffenden angeboten werden. Ein engagierter und fester Ansprechpartner bietet u.a. professionelle Unterstützung bei der Fördermittel-akquise, berät und vermittelt in Sachen Bau- und Ordnungsamt sowie anderen Behörden. Der enge Kontakt zum Kulturamt und den Entscheidungsträgern führt zu schnellen Entscheidungsprozessen. Probleme bei Planung und Durchführung können hier direkt angesprochen und professionell gelöst werden.
NEUVERTEILUNG DER KULTURFÖRDERUNG
Um die Attraktivität Kassels für die jungen Kräfte der Stadt zu sichern, muss über eine sinnvolle Neuverteilung des Kulturetats gesprochen werden. Wenn hunderte Millionen Euro für den Erhalt, den Betrieb und die Restaurierung von Staatstheater, Museen und Kulturdenkmälern ausgegeben werden, muss man fragen dürfen, warum die Projekte junger Kultur wie z.B. Festivals, Konzertreihen, Ausstellungen, Nutzbarmachung von Off-Locations etc. nicht ebenfalls großzügig gefördert werden. Eine Kunst- und Kultur-Stadt, die es ernst meint mit ihren jungen Mitbürgern, darf sich hier nicht aus ihrer Verantwortung stehlen!
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