Unterstützung für das Madrider Mainfest zu Kopfschmerzen und Migräne
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Die Europäische Kopfschmerz Allianz (European Headache Alliance EHA) hat ihr Madrider Manifest über Kopfschmerz- und Migräne-Erkrankungen am 24. Mai 2010 im Spanischen Parlament in Madrid veröffentlicht. Das Manifest ist als Appell an die Regierungen und Gesundheitspolitiker in Europa zu begreifen, dass bei der Versorgung von Migränepatienten mit effektiven Behandlungen durch Fehler in den Gesundheitssystemen unnötige sozio-ökonomische Belastungen verursacht werden.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt Migräne an 12. Stelle der Gründe für Gesundheitseinschränkungen bei Frauen und an 19. Stelle für alle gesundheitlichen Einschränkungen. Migräne betrifft 12 bis 15 Prozent der Bevölkerung und kostet die europäische Wirtschaft ungefähr 27 Milliarden Euro jährlich durch Verringerung der Produktivität und Verlust von Arbeitstagen. Das Madrider Manifest hat das Ziel, diese Belastungen zu reduzieren, indem ein Katalog von vereinbarten und durch führende Kopfschmerz-Experten bestätigten Zielen in den nächsten fünf Jahren erfüllt wird.
Migräne muss fest auf die politische Tagesordnung gesetzt werden, sagt Audrey Craven, Präsidentin der EHA. Wir möchten Sie bitten, dass untenstehende Manifest zu unterzeichnen. Je mehr Unterzeichner wir erreichen, umso kraftvoller wird unsere Lobby sein, wenn wir uns an die politischen Entscheider wenden.
Manifest von Madrid 2010
KONSENSERKLÄRUNG
Migräne ist eine neurologische Erkrankung des Gehirnes.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt Migräne an 12. Stelle der Gründe für Gesundheitseinschränkungen bei Frauen und an 19. Stelle für alle gesundheitlichen Einschränkungen.
Migräne betrifft 12 bis 15 Prozent der Bevölkerung und kostet die europäische Wirtschaft ungefähr 27 Milliarden Euro jährlich durch Verringerung der Produktivität und Verlust von Arbeitstagen.
Versagen des Gesundheitssystems bei der Bereitstellung von effektiven behandlungen für die, die es nötig haben, ist der Hauptgrund für diese sozio-ökonomische Last.
Es existiert eine Auswahl an effektiven Behandlungen. Die Akuttherapie verringert Arbeitsunfähigkeit während einer Attacke und die präventive Therapie kann die Häufigkeit und Schwere der Attacken auf lange Sicht verringern.
Wir rufen die Regierungen und Gesundheitspolitiker in Europa dazu auf:
- erkennt Migräne als chronischen, schwächenden und behindernden Zustand an
- stellt die nötigen Mittel und Unterstützungshilfen zur Verfügung, um eine optimale Kopfschmerzbetreuung zu erreichen,
- priorisiert Kopfschmerz Fortbildungs- und Aufklärungsprogramme für die allgemeine Öffentlichkeit und die Angehörigen der Gesundheitsberufe,
fördert Forschung über die Ursachen von Kopfschmerzen/Migräne und neue medizinsche Möglichkeiten,
- arbeitet daran die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern, insbesondere im Arbeitsleben, weil es dies Fehlzeiten am Arbeitsplatz verringert und die Sicherheit und Produktivität erhöht.
Konsensus Aktivitäten
In den nächsten fünf Jahren sollen die folgenden Ziele in Europa erreicht werden:
1. Die Zahl der Patienten, die mit dem Management und der Behandlung ihrer Erkrankung zufrieden sind, soll von derzeit 40 Prozent auf 70 Prozent steigen.
2. Jeder diagnostizierte Patient mit Migräne soll schon beim ersten Besuch beim Arzt eine ausreichende Erklärung seines Zustandes erhalten und eine angemessene Behandlung.
3. Alle Bürger, die von Kopfschmerzbeschwerden betroffen sind, sollen eine richtige Information erhalten und die Unterstützung und Bestätigung, die sie brauchen, zum Beispiel durch Patientenorganisationen und spezialisiertes, medizinisches Kopfschmerz/Migräne Personal.
4. Migräne muss als eine Behinderung anerkannt werden und die Betroffenen sollten einen gleichgestellten Schutz unter nationalem und europäischen Behinderten- und Arbeitsschutzrecht erhalten.
5. Ein multi-disziplinärer Ansatz der Kopfschmerzbehandlung sollte europaweit gefördert werden, mit mindestens einem funktionierenden Team pro Land.
6. Ein Modul über Kopfschmerz-/Migräne-Behandlung sollte in jedem Ausbildungsgang für Allgemeinärzte enthalten sein.
7. Forschung und epidemiologische Untersuchungen sollten initiiert und unterstützt werden durch die Europäische Kommission mit Unterstützung der nationalen Regierungen.
8. Der Europäische Migräne Aktionstag (European Migraine Day of Action EMDA) sollte in alle europäischen Länder und im Europäischen Parlament übernommen werden.
Um dies zu erreichen, ist die Zusammenarbeit von Medizinern und Patientenorganisationen in Europa essentiell. Die Fürsprecherfunktion der Patientenorganisationen ist erforderlich, um das Stigma und die soziale Ausgrenzung, die die Betroffenen von Kopfschmerzerkrankungen empfinden, auszulöschen.
Verlässliche Daten, die das Ausmaß und Handlungsfeld dieser Krankheitslast beschreiben und abgrenzen, sind notwendig, um Politiker zu beeinflussen, wenn sie ihre Prioritäten festlegen.
Vor Ende dieses 5-Jahres-Zeitrahmens sollten alle interessierten Gruppen zusammenarbeiten und gemeinsame Maßnahmen zu Erfolg und Bewertung festlegen.
Die Europäische Kopfschmerz Allianz und seine Partner wollen die Implementierung dieses Manifestes fördern und die Effekte dieser Initiativen überwachen, um positive Änderungen aufzuzeigen. Eine Überprüfung dieses Manifestes wird jährlich zum Europäischen Migräne Aktionstag am 12. September durchgeführt.
24. Mai 2010
Madrid, Spanien
Mit freundlichen Grüßen,
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